Autor*innen & Illustrator*innen, Presseschwerpunkte
1. Dezember 2025
Illustrationstechnik beim Kindersachbuch „verwandelt“

Merlijne liest die Texte von Geert-Jan und erkundet in Büchern und im Internet die verschiedenen Phasen der Metamorphose.
Die Bildthemen und Kompositionen entwickelt sie zunächst mit Bleistift in ihrem Skizzenbuch.

In diesem Skizzenbuch denkt sie dann auch schon über die Farben nach, die sie verwenden will. Auch davon fertigt sie verschiedene Studien an, denn das ist für den weiteren Prozess sehr wichtig.

Anschließend arbeitet sie die Skizze zu einem Linolschnitt aus. Das ist ein Stück Linoleum (von einem alten Fußboden!), in das sie stundenlang mit scharfen Schnitzwerkzeugen Rillen und Linien schneidet. So entsteht spiegelbildlich eine Art Riesenstempel.

Auf die fertig geschnittene Linolplatte trägt sie mit einer Gummiwalze eine Farbe auf, meist einen dunklen Blauoder Grünton, das vermittelt die Grundstimmung.
Die Teile der Illustration, die in der Linolplatte weggeschnitten wurden, bleiben ohne Farbauftrag und werden somit auch nicht bedruckt.

Braucht ein Bild mehrere Farben, dann wechselt Merlijne zur Monotypie, einer Drucktechnik, mit der sich nur ein einziger (Mono-)Abdruck herstellen lässt. Sie mischt den richtigen Farbton und rollt eine Kupferplatte damit ein. Mit Lappen, Wattestäbchen und einem Pinsel reibt sie die Farbe überall dort weg, wo sie nicht hinkommen darf. Ganz genau legt sie dann den Abdruck der Linolplatte auf das Kupfer, und so geht beides durch die Druckpresse.

Das wiederholt sie für jede einzelne Farbe. Durch den hohen Druck gelangt die Farbe vom Kupfer auf
das Papier, und Farbschicht legt sich auf Farbschicht. Wo diese sich überlappen, entsteht eine Mischfarbe.
Hier siehst du zum Beispiel die Farben Grellblau, Grün und Rot.
